aktuelle Ausstellung

F.C. Gundlach

"VISIONNAIRE"

Pariser Couture 1962 - 1966

 

03. Sept. - 06. Nov. 2021

Noir blanche – Galerie für Fotografie zeigt die Ausstellung „VISIONNAIRE“ von F.C. Gundlach mit ganz besonderen und einigen in einer Ausstellung noch nie gezeigten Bildern,  der wohl wichtigsten fotografischen Zeit von F. C. Gundlach. Es waren die 60er Jahre in Paris, wo er mit den berühmtesten Modedesignern der Zeit arbeitete.

Noir blanche – Galerie für Fotografie ehrt mit dieser Ausstellung einen der berühmtesten und wichtigsten Fotografen der Nachkriegszeit und seine Bilder sind inzwischen Ikonen der Fotografie.                                                                                                                                           

In der Endphase der Vorbereitungen zu dieser Ausstellung verstarb am 23. Juli dieser Ausnahmefotograf und besondere Mensch im Alter von 95 Jahren.

„Starfotograf F.C. Gundlach berichtet aus Paris!“ titelte 1955 die Deutsche Illustrierte und zeigte auf drei Doppelseiten die neusten Creationen der Pariser Haute Couture. Christian Dior hatte gerade seine Y-Linie vorgestellt, Hubert de Givenchy und Jacques Fath zeigten dichte Knopfleisten und Brokat.

Schon drei Jahre später sah das ganz anders aus: „Junge Männer machen junge Mode“ - der Bildbericht von F.C. Gundlach zur Pariser Frühjahrskollektion 1958 konzentrierte sich auf die Avantgarde: Guy Laroche, Pierre Cardin und Yves Saint-Laurant läuteten mit ihren Entwürfen eine neue Ära ein, die Mitte der 1960er Jahre zu den ersten Prêt à Porter Kollektionen der Modehäuser führte.

Immer am Puls der Zeit war F.C. Gundlach begeistert von den frischen, grafischen Designs und den klaren Linien der Mode. Mit seinem untrüglichen fotografischen Blick setzte er sportliche Entwürfe von Pierre Cardin, André Courrèges, Yves Saint-Laurant, Nina Ricci im Studio und in den Straßen von Paris in Szene.

Die 1960er! Sie waren für F.C. Gundlach das entscheidende Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts. Emanzipation und die Pille, die Beatles die Op Art, die Studentenbewegung, und eine neue Offenheit im Denken veränderten die Gesellschaft. Damit einher ging ein neuer Anspruch an die Mode. Sportlich und dynamisch sollte sie sein. Elegant und modern sollte sie wirken. F.C. Gundlach spiegelte diese Wünsche mit seinen Fotografien – ganz kontemporär und zeitlos zugleich.

 

Die Ausstellung „F.C. Gundlach. Visionnaire“ in der Noir blanche Galerie für Fotografie zeigt Aufnahmen, die zwischen 1962 und 1966 entstanden und heute Ikonen dieser Zeit sind.

 

Sebastian Lux

Geschäftsführer Stiftung F.C. Gundlach

Wir zeigen weiterhin nach vorheriger terminlicher Absprache!

"JOSEPH BEUYS 100"

by Walter Schels

 

Die berühmte fotografische Serie

von Andy Warhol und Joseph Beuys

„Eine Verbindung mit Warhol und Beuys ergab sich 1979 in New York,
als ich die große Beuys Ausstellung im Guggenheim-Museum erlebte.
Gleichzeitig hatte Warhol eine umfangreiche Ausstellung im Whitney-
Museum. Besonders seine Portraitserie, konsequent in Größe und Stil,
beeindruckte mich sehr. In ihrer Kunst hatten Beuys und Warhol, oberflächlich
betrachtet, nichts gemeinsam. Der Vergleich bot sich erst durch
die Gleichzeitigkeit der Ausstellung an. Ich hatte den Wunsch beide
Künstler zu portraitieren.
Ich wollte mehr über den Menschen Beuys erfahren, um seine Kunst besser
zu verstehen. Ein Zufall wollte es, dass ein Jahr später beide gemeinsam
in einer Münchener Galerie ausstellten.
Diese Gelegenheit nutzte ich für ein Portrait.“

Walter Schels in einem Gespräch mit Jürgen Kolbe
 

mit freundlicher Unterstützung von:

Walter Schels (*1936 Landshut) gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Fotografen Deutschlands. Berühmt wurde er durch Charakterstudien von Prominenten aus Politik und Kultur, Porträt-Serien von Menschen in Extremsituationen und Tierporträts. Bekannt ist er auch durch seine stimmungsvollen Architekturaufnahmen aus dem New York der 70er Jahre, abstrakte Landschaften, Aktfotografien oder seine floralen Arbeiten.   Walter Schels ist Mitglied des Bundes Freischaffender Fotodesigner und Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg.

Im Jahr 2019 zeigten die Deichtorhallen eine große Einzelausstellung über das fotografische Schaffen Walter Schels.

 

„Die Arbeiten von Walter Schels stehen in der Tradition des psychologischen photographischen Portraits. En face, mit direktem Blickkontakt zur Kamera präsentieren sich die Portraitierten. Selbstbewußt schauen sie aus dem Bildraum dem Betrachter entgegen, der sich gerade bei den großformatigen Arbeiten mit der eindringlichen physiognomischen Landschaft des einzelnen Gesichts konfrontiert sieht. Dennoch ist Schels Blick kein distanzierter, kein emotionsloser, kein rein analytischer, sondern bleibt im höchsten Maße eindringlich, einfühlend und wahrt trotz aller Nahsichtigkeit gegenüber dem Portraitierten stets respektvolle Diskretion“, so beschreibt ihn der Fotograf, Sammler und Kurator F.C. Gundlach in einer Ausstellungseinführung in der Freien Akademie der Künste, Hamburg.

Für die mit seiner Frau Beate Lakotta verwirklichte Serie „Noch mal vor dem Tod“, die Hospizpatienten kurze Zeit vor und unmittelbar nach deren Tod zeigt, wurde Walter Schels mehrfach ausgezeichnet.

 

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© Volker Marschall