Walter Schels

 

Walter Schels (*1936 Landshut) gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Fotografen Deutschlands. Bekannt wurde er durch Charakterstudien von Prominenten aus Politik und Kultur, Porträt-Serien von Menschen in Extremsituationen und Tierporträts. Ebenfalls bekannt sind seine stimmungsvollen Architekturaufnahmen aus dem New York der 70er Jahre, abstrakte Landschaften, Aktfotografien oder seine floralen Arbeiten.        Eine seiner berühmtesten Porträtserien ist sicherlich „Joseph Beuys – Andy Warhol“

 

Die Arbeiten von Walter Schels stehen in der Tradition des psychologischen photographischen Portraits. En face, mit direktem Blickkontakt zur Kamera präsentieren sich die Portraitierten. Selbstbewußt schauen sie aus dem Bildraum dem Betrachter entgegen, der sich gerade bei den großformatigen Arbeiten mit der eindringlichen physiognomischen Landschaft des einzelnen Gesichts konfrontiert sieht. Dennoch ist Schels Blick kein distanzierter, kein emotionsloser, kein rein analytischer, sondern bleibt im höchsten Maße eindringlich, einfühlend und wahrt trotz aller Nahsichtigkeit gegenüber dem Portraitierten stets respektvolle Diskretion“, so beschreibt ihn der Fotograf, Sammler und Kurator F.C. Gundlach in einer Ausstellungseinführung in der Freien Akademie der Künste, Hamburg.

 

Die Ausstellung "Joseph Beuys 100" zeigt eine Auswahl von 36 Arbeiten aus der berühmten Serie von Walter Schels mit Fotografien von Joseph Beuys und Andy Warhol.

Großformatige Abzüge der Portraits, die mit einer speziellen Schwammentwicklung bei der Vergrößerung entstanden sowie auch kleinformatige Collagen, bei den Walter Schels die Fotoabzüge mit Kohle und rotem Fettstift übermalte.                                                             Diese Serie wurde einem größeren Publikum bisher nur 1999 im Altonaer Museum, Hamburg gezeigt.                                                                                                                                

 

Formate, Auflage (wenn es sich nicht um Unikate handelt) sowie Preise

auf Anfrage.

 

Auszug aus dem Gespräch von Jürgen Kolbe mit Walter Schels

 

„Eine Verbindung mit Warhol und Beuys ergab sich 1979, als ich die große Beuys Ausstellung im Guggenheim-Museum erlebte. Gleichzeitig hatte Warhol eine umfangreiche Ausstellung im Whitney-Museum. Besonders seine Porträtserie, konsequent in Größe und Stil, beeindruckte mich sehr. In ihrer Kunst hatten Beuys und Warhol, oberflächlich betrachtet, nichts gemeinsam. Der Vergleich bot sich erst durch die Gleichzeitigkeit der Ausstellung an. Ich hatte den Wunsch beide Künstler kennenzulernen und sie zu porträtieren.                                                                                                                      Ich wollte mehr über den Menschen Beuys erfahren, um seine Kunst besser zu verstehen. Der Künstler ist doch untrennbar ein Teil seiner Kunst. Ein Zufall wollte es, dass ein Jahr später beide gemeinsam in einer Münchener Galerie ausstellten.                                      Diese Gelegenheit nutzte ich für ein Porträt.“

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© Volker Marschall